Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?

15.03. Filmbrunch #1 im Volksgarten-Pavillon
Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?
Deutschland 1932, Regie: SlatanDudow, 74 Min. (OF)
11.00 – 16.00

Berlin 1931. Weltwirtschaftskrise. Ein junger Mann, seit Monaten arbeitslos, stürzt sich aus dem Fenster. Ein Arbeitsloser weniger. Seine Schwester hat zwar noch Arbeit, kann aber die Delogierung der Familie nicht verhindern und die Familie ist gezwungen in die Zeltstadt „Kuhle Wampe“ zu ziehen. Der Film stellt Fragen, die im Kino in der Regel außen vor bleiben, etwa: „Wer wird die Welt verändern?“ Eine der jungen Arbeiterinnen weiß die Antwort: „Die, denen sie nicht gefällt.“ Der Film von SlatanDudow, der 1932 unter schwierigsten Bedingungen gedreht wurde, und an dem auch Bertolt Brecht und Hanns Eisler beteiligt waren, ist nicht nur ein markantes historisches Beispiel, wie das Ringen um eine andere Welt filmisch in Szene gesetzt werden kann, sondern auch in der Produktion wurde versucht andere, nämlich kollektive, Wege zu gehen. Film ist hier also in zweierlei Hinsicht politisch. Zum einen als Träger politischer Inhalte, zum anderen als Ermächtigungsprozess der Menschen, die den Film produzieren.

Vorstellung des Films: Lidija Krienzer-Radojević